Drei Jahre lang war mitten:drin ein Ort, an dem Frauen mit Fluchterfahrung nicht „nur“ Angebote fanden, sondern vor allem Vertrauen. Ein Raum mitten in Rotenburg, in dem Ankommen möglich war: mit Kaffee, Gesprächen, Sprache im Alltag, Beratung – und dem Gefühl, nicht alleine zu sein.
Viele kleine Momente – und echte Schritte nach vorn
Im Laufe der Zeit ist vieles entstanden: Sprachcafés, thematische Runden, Bewegung, Kreatives, Workshops und gemeinsame Ausflüge. Besonders wichtig war, dass Angebote nicht „fertig“ vorgegeben wurden, sondern sich an den Bedarfen der Frauen orientierten. So konnten viele Teilnehmende Selbstvertrauen stärken, Deutsch sicherer anwenden, Kontakte aufbauen – und neue Schritte wagen, etwa Richtung Qualifizierung, Ausbildung oder Arbeit.
Projektleiterin Laura Karrasch beschreibt es so: Bei mitten:drin ging es nie nur um Programmpunkte, sondern um Beziehungen – und darum, dass Frauen mutiger wurden und ihren Platz in der Gemeinschaft fanden.
Warum wir schließen – und was wir jetzt tun
So schwer es fällt: mitten:drin endet. Trotz großer Anstrengungen konnte keine Anschlussfinanzierung gefunden werden.
In den kommenden Wochen geht es deshalb vor allem um einen guten Übergang: Wir begleiten die angebundenen Frauen dabei, andere Anlaufstellen und verlässliche Kontakte im Landkreis zu finden – damit Unterstützung weiterhin erreichbar bleibt.
Wir sagen Danke – und laden ein
Zum Abschied möchten wir nicht einfach „zumachen“, sondern gemeinsam zurückblicken und Danke sagen. Darum laden wir herzlich zur Abschiedsfeier am 27. Januar 2026 um 10.00 Uhr in unseren Räumen in der Rotenburger Innenstadt ein. Eingeladen sind alle Teilnehmenden, Ehrenamtliche, Netzwerkpartner:innen und Interessierte.

